Bioidentische Hormone

Es gibt keine Zelle unseres Körpers, die nicht durch Hormone beeinflusst wird. Hormone sind die Regisseure des Lebens und ihr Fehlen führt zur Beeinträchtigung der Lebensqualität, zu Erkrankungen und zu schweren Krankheiten                                             Dr. med Annelie Scheuernstuhl

Hormone steuern unseren Energiehaushalt, die Verdauung, den Stoffwechsel, den Blutdruck, die Körpertemperatur, Regeneration von Haut und anderen Organen, das Wachstum und unser Gefühls- und Sexualleben.

Bioidentische Hormone sind Hormone, deren molekulare Strukturen vollkommen identisch sind mit denen, die unser Körper selbst produziert (hat). Bioidentische Hormone werden im Körper auf dieselbe Weise verstoffwechselt wie körpereigene Hormone. Es gibt seit über 40 Jahren Erfahrung in der Therapie mit bioidentischen Hormonen. Es wurden bisher keine Nebenwirkungen bekannt.

Mit der Bioidentischen Hormontherapie können Symptome wie z. B.   Wechseljahrbeschwerden, Gewichtsprobleme und Stimmungsschwankungen sehr gut behandelt werden.

Vorgehen: Speicheltest Die Hormonbestimmung erfolgt durch den Speicheltest. Bei der Bestimmung durch das Blut erhält man die Summe aller Hormone, der gebundenen und der ungebundenen. Wirksam sind aber nur die ungebundenen, die nur im Speichel gemessen werden können. Um langfristig erfolgreich zu therapieren, sollte ein bis zweimal pro Jahr ein Speicheltest zur Kontrolle durchgeführt werden

Therapie:  Die Behandlung erfolgt durch eine auf den Befund abgestimmte Hormoncreme und homöopathische Globuli.

Woher stammen diese bioidentischen Hormone?

Alle heute gebräuchlichen bioidentischen Hormone stammen aus einer pflanzlichen Quelle. Sie werden synthetisiert aus der mexikanischen Yamswurzel (Dioscorea composita) oder aus Soja. 

Auch wenn es paradox klingt: Bioidentische Hormone sind synthetischen Ursprungs. Synthetisiert bedeutet, dass etwas in einem Labor hergestellt wird.

Die jahrzehntelang verschriebene konventionelle Hormonersatztherapie (HET), hat als Nebenwirkungen u.a. ein hohes Krebsrisiko.

Die Sexual- oder Steroidhormone:

  • Progesteron
  • DHEA
  • Testosteron
  • Östradiol
  • Östriol
  • Cortisol
  • das sog. Vitamin D3

Die Sexual- oder Steroidhormone stammen alle aus dem Cholesterin, dies erklärt auch weshalb es mit dem Abbau der Sexualhormone zu einem „natürlichen“ Anstieg des Cholesterinspiegels kommt.  

Die Steroidhormone gelangen über den Blutkreislauf in die Zelle und binden dort an einen spezifischen Rezeptor an. Dieser Steroidhormon-Rezeptor-Komplex wandert in den Zellkern, wo es zu DNA-Aktivierung kommt. In der Folge kommt es zur Produktion bestimmter Enzyme, die ganz spezifische Wirkungen auslösen.