Xenoöstrogene

Erdöl basierte Kunststoffe enthalten sog. Xeno- oder Fremdöstrogene und geben diese bei Erwärmung wieder ab. Xenoöstrogene gehören zu den Umweltgiften, sie sind Chemikalien mit östrogenähnlicher Wirkung. Sie werden bei der industriellen Herstellung von zahlreichen Produkten eingesetzt.

Sie erhöhen den Östrogenspiegel und unterdrücken die Testosteronproduktion. Bei Männern bewirken sie eine „Feminisierung“, reduzieren die Spermienqualität und begünstigen die Entwicklung von Männerbrüsten. Bei Frauen stehen sie in Verbindung mit vorgezogener Pubertät und Brustkrebs. Außerdem werden sie mit verschiedensten Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. 

Bei der Aufzucht von Tieren in der konventionellen Landwirtschaft werden Antibiotika und „Hormone“, meist synthetische Östrogene eingesetzt.

Durch die jahrelange Einnahme von Ovulationshemmern und künstlichen Hormonen in den Wechseljahren ist das Grundwasser mit Xenoöstrogenen belastet. Die Xenoöstrogene besetzen die Rezeptoren für die körpereigenen Hormone und verändern somit den Stoffwechsel. 

Die WHO benennt 50 Substanzen mit endokriner Wirksamkeit, die die Geschlechtshormone beeinflussen.

  • Bisphenol A (in Plastikflaschen)
  • Phthalsäureester (Weichmacher)
  • künstliche Moschusverbindungen (Duftstoffe)
  • UV Filter in Sonnencremen
  • uvam

Xenoöstrogene und Testosteron

Es ist durch Studien erwiesen, dass sich die Spermienzahl von Männern aus westlichen Ländern in den letzten 40 Jahren halbiert hat – und sie sinkt weiter. Ein 30-jähriger Mann in den 60er-Jahren hatte deutlich höhere Testosteronwerte, als ein 30-jähriger Mann heute.

Mittlerweile leidet jeder 4. Mann über 30 unter einem Testosteronmangel.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Männer mit Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen und Depressionen